OB Sebastian Wolf und Erster Bürgermeister Ian Schölzel

Beitrag im Stauferkurier vom 10.02.2022

Waiblingen bekommt mit Herrn Wolf und Herrn Schölzel zwei erfahrene Verwaltungsprofis. Mit Ihnen begeben wir uns gemeinsam auf den Weg in die Zukunft. Eine Zukunft, voller noch nie dagewesener Herausforderungen.

Zum einen gilt es für Waiblingen die Mobilitätswende einzuläuten. D.h. weg von der komplett auf das Automobil ausgerichteten Stadt hin zu einer für Fußgänger und Radfahrer attraktiven Umgebung. Zum anderen gilt es die großen Herausforderungen zu meistern, die der immer weiter voranschreitende Klimawandel mit sich bringt.

Für uns heißt das konkret, wir dürfen nicht mehr auf der grünen Wiese bauen (Söhrenbergweg), müssen mehr Fläche entsiegeln, Zisternen bauen, mehr begrünen, alternative Verkehrsmittel und ÖPNV fördern und vor allem autark von den Big Playern selbständig Energie erzeugen. Dies muss so schnell wie möglich und voller Tatendrang umgesetzt werden.

Im letzten Halbjahr konnten wir unter OB Hesky sehr positive Entwicklungen verzeichnen und mit einigen unserer Anträge die Ratsmehrheit überzeugen. Wir freuen uns über die Einrichtung eines Arbeitskreises im Dialog mit dem Bürger, der bezgl. Söhrenbergweg u.a. diskutieren wird, ob ein Baugebiet entstehen soll oder nicht. Dies zeigt, dass die Verwaltung die Meinungen der Bürger und die vorherrschenden Klimabedingungen ernst nimmt und nicht einfach nur über deren Köpfe hinweg entscheidet.

Hocherfreut sind wir über die positive Resonanz zu unseren Anträgen, u.a. die Möglichkeit evtl. die alte B14 zurückzubauen, den „Wohnraummanager“, die Einrichtung von Photovoltaikanlagen auf dem Wasenparkplatz und die Beschaffung von Lastenrädern für jeden Teilort.

Wir wünschen uns, dass wir nun zusammen mit unseren beiden neuen Bürgermeistern und unserem Baubürgermeister genau dort anknüpfen, aber auch, dass genau diese Dinge erst der Anfang von einem viel größeren Umdenken und einer neuen Zeit im Zeichen der Mobilitätswende und des Klima- und Umweltschutzes sind.

Beitrag im Stauferkurier vom 20.05.2021

Daniel Bok GRÜNT

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
in den vergangenen Tagen und Wochen haben mich sehr viele Fragen vor allem zum Thema Wohnungsmarkt und die Schaffung von neuem Wohnraum beschäftigt.
Fragen, ohne deren Beantwortung es einem schwer fällt weitreichende Entscheidungen zu treffen.

  • Wie lässt sich neuer Wohnraum schaffen, ohne dabei die grüne Wiese für immer zu versiegeln?
  • Wie viel innerstädtische Nachverdichtung ist gut und leben wir in 100 Jahren dann nur noch in Hochhäusern?
  • Wie verändert sich das soziale Miteinander wenn wir immer enger zusammen wohnen?
  • Wann ist eine Stadt voll?
  • Wer entscheidet über Wachstum, Stillstand oder Schrumpfung?
  • Welche Vor- oder Nachteile ergeben sich aus den einzelnen Szenarien?
  • Wie entkommen wir dem ständigen Wachstum?
  • Gibt es einen richtigen Zeitpunkt für Bürgenbeteiligung?
  • Was wäre mit einer Abwrack- oder Tauschprämie für Immobilien?
  • Können oder müssen wir leerstehende Immobilien durch eine hohe Besteuerung zu Wohnraum umwandeln?
  • Wie können wir Wohnungseigentümer vor bestehenden Ängsten gegenüber Mietern beschützen?

Viele Fragen auf die ich noch keine Antworten habe. Eine Klausurtagung in der sich der Waiblinger Gemeinderat mit diesen Fragen beschäftigt ist längst überfällig. Ebenso wie die Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger.

Falls Sie eine Antwort auf meine Fragen haben, freue ich mich auf Ihre Rückmeldung.

Ihr Daniel Bok
Im Internet unter: www.gruent-waiblingen.de
E-Mail: kontakt[at]gruent-waiblingen.de

Beitrag im Stauferkurier vom 25.03.2021

32,6% für die Grünen. Wieder ein deutlicher Zuwachs und Spiegel der Bürgermeinung. Zugleich ein Signal für konservative Lager in Waiblingen, dass ein Weiter so nicht gewünscht ist. Vieles läuft gut, aber in Sachen Klima- und Umweltschutz kann mehr getan werden!

Aus der Gewerbeflächenanalyse vom März 2021 leitet die Verwaltung bis 2035 einen Flächenbedarf von 40ha (netto) ab: ca. 40 Fußballfelder. Müssen dafür umliegende Äcker wie das Schmidener Feld aufgegeben werden? Gilt es nicht vielmehr Wohlstand im Einklang mit Umwelt und Natur zu erzeugen statt auf deren Kosten? Dies erreichen wir, indem wir neu denken bevor wir wertvolle Böden vernichten. Z.B. durch Entwicklung von Leerstand, Nutzung vorhandener Baulücken, nicht nur eingeschossigen Industriebauten, Ansiedlung / Rücksiedlung von Handwerksbetrieben in die Innenstadt, die wie früher für Belebung sorgen. Immer unter der Fragestellung: Welche Unternehmen sind langfristig sinnvoll für uns? Welchen Nutzen bringen sie? Ist das Konzept ressourcenschonend?

Die Bürgerschaft berichtet, die Stadt mache Kaufangebote an Grundstücksbesitzer in Neustadt Bühlweg / Richtung Kelter, um neues Bauland zu entwickeln. Auf welche Kosten geht das? Möglicherweise auf Kosten der Natur und derjenigen, die diesen Raum für Freizeitaktivitäten schätzen oder ihn bewirtschaften?

Beim aktuellen ADFC Rad-Klima Test schneidet Waiblingen mit der Note 4 ab. Immer mehr steigen aufs Rad / E-Bike um, aber wir bieten bislang keine adäquaten Radweg-Lösungen. Andere Städte nutzen die aktuelle Zeit um Pop-up Fahrradwege zu testen. Stuttgart arbeitet am Radschnellweg Richtung Remstal. Aber seit mehr als einem Jahr warten wir auf unser Fahrradkonzept!

U.a. sind das die Themen, die uns beschäftigen. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass es in Waiblingen zukünftig noch mehr grünt: durch eine konstruktive, innovative und grüne Politik in guter Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Gemeinderat.

Beitrag im Stauferkurier vom 08.10.2020

Vor der Sommerpause wurde eine folgenreiche Entscheidung für Waiblingen getroffen: Die Mehrheit des Gemeinderats stimmte für eine Erweiterung der Gewerbeflächen durch den Gewerbeflächensuchlauf. Wir von GRÜNT nicht, weil wir sagen, das ist falsch.

Die Erweiterung der Gewerbeflächen heißt, dass wir Stück für Stück auch noch die letzten vorhandenen kostbaren Böden in Waiblingen und den angrenzenden Ortschaften versiegeln. Das versprochene Ziel: Gewerbeansiedlung, wirtschaftliches Wachstum sowie Arbeitsplätze.

Aus der Bürgerschaft erreichen uns Stimmen, dass die jüngsten Waiblinger Gewerbeansiedlungen nur einen geringen Mehrwert geliefert haben: Schauen wir auf das Waiblinger Tor, so sprechen die leeren Parkplätze für sich. Betrachten wir das Eisental, so sehen wir zerstückelte und verlorene Flächen. Eine Optimierung der bestehenden Gewerbeflächen wäre eine gute Alternative gewesen.

Zum Glück wehrt sich die Waiblinger Bürgerschaft, allen voran die „Initiative für den Erhalt des Schmidener Feldes“ – IFS. Diese Initiative besteht aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Landwirten, Gärtnern, Jägern, Rebhuhn- und NOR-Experten.

Ihnen und uns ist es wichtig, dass wir in Waiblingen für die nachfolgenden Generationen eine gesunde Stadt hinterlassen: lebenswerter Ausgleichsraum für besiedelte Flächen sowie Wirtschaftsraum, gesunde Basis für regionalen Lebensmittelanbau und Rückzugsraum für Tiere.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, nun liegt es an Ihnen. Helfen Sie mit! Wie? Machen auch Sie den Mitgliedern des Gemeinderats und der Stadtverwaltung deutlich, dass sie gegen die Versiegelung weiterer Flächen sind: per Mail, per Post, per Anruf oder kommen Sie in die Bürgefragestunde.
Außerdem gibt es im nächsten Jahr Wahlen, so dass Sie hier mit Ihrer Stimme zeigen können, welcher Meinung Sie sind.

Wir von GRÜNT werden uns mit allen Kräften weiterhin für den Erhalt der Natur in Waiblingen einsetzen und laden jeden ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen!

Beitrag im Stauferkurier vom 28.05.2020

Daniel Bok GRÜNT

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

die „Corona-Krise“ ist allgegenwärtig. Sie macht deutlich, welche Nachteile eine Globalisierung für die Weltbevölkerung haben kann. Eine vernetzte Welt hat sicher Vorteile, aber das „immer schneller“, „immer besser“ und „immer höher“ holt uns nun ein.

Wenn man sich online die Weltkarte ansieht, mit all den Ländern in denen sich Menschen mit dem Virus angesteckt haben, dann stellt man sehr schnell fest, dass selbst die kleinsten Inseln auf der Erde betroffen sind. Trotz all den eingeleiteten Maßnahme hat sich das Virus nicht stoppen lassen.
Die Auswirkungen Weltweit werden wohl kaum zu ermitteln sein. Regional betrachtet trifft es unsere heimische Wirtschaft. Aufträge können nicht bearbeitet werden oder bleiben gänzlich aus, der Gastronomie fehlen die Gäste und wer nicht schnell genug nach alternativen Produktionszweigen Ausschau hält, der bleibt am Ende auf der Strecke, wenn nicht die zugesagten Hilfen der Bundesregierung schlimmeres verhindern.

Um nicht nur das Negative zu sehen möchte ich kurz auf die positiven Aspekte eingehen. In den letzten Wochen und fast schon Monaten konnte ein reger Ansturm auf die Baumärkte beobachtet werden. Wer sich die Zeit nimmt und die Menschen beobachtet stellt fest, dass für viele wohl der eigene Garten zum neuen Mittelpunkt geworden ist. Sich selber die Hände dreckig machen und das geleistete seinen Freunden und Bekannten zeigen ist sicher der beste Weg um sich in diesen Tagen zu beschäftigen. Ob die Zeiten von Schottergärten vorbei sind bleibt zu hoffen.
Nutzen Sie also die Zeit und gestalten Sie Ihren Garten Insektenfreundlich.

Ihr Daniel Bok